Griechenland: altgriechische Kunst, Baukunst

Tempel zu SelinuntBasilika und der PoseidontempelArchaische Dorische Säulen
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Griechenland Antike 566 Teil des Burgtempel von Korinth Säulentempel BaukunstTerrakottasimsGriechenland Antike 568 Terrakottasims vom Tempel zu Selinunt Nach Dörnpfeld
Griechenland Antike 569 Terrakottasims von Einem Jüngeren Tempel zu Selinunt Nach DörpfeldKapitellIonischer Tempel
Dorisches KymaSchachbrettmusterVase Dipylonstil
Vase im DipylonstilEuphorbos Teller von RhodosAltgrieschische Vasenmalerei Mäandermuster
Altgrieschische VasenmalereiOrientalisierender StilSarkophag Malerei
■ Im Sinne der klassischen Archäologie reicht die griechische Kunst zeitlich vom 11. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. und ist ein konsequentes streben der Wirklichkeit ein Abbild zu geben. Neben griechischer Vasenmalerei, Plastik und Architektur ist die Literatur wohl die bedeutendste Kunstform der Antike gewesen. Die griechische Literatur ist die älteste Literatur Europas. Sie hat zwar fremde Einflüsse angenommen [ etwa, den Epos, durch den assyrisch-babylonischen Gilgamesch-Epos; auf Hesiods Theogonie hetittische Mythen], aber überall zeichnet sich die alte griechische Literatur durch Ursprünglichkeit, Tiefe und vollendete Gestaltung aus. Ausgehend von Homer bis zum Ende der Antike über 1500 Jahre!

■ Formen der altgriechischen Kunst: attische protogeometrische Gefäßbemalungen [10./11. Jahrhundert v. Chr.], Geometrischer Stil der Vasenmalerei und Kleinplastik um 900 - 700 v. Chr.; Dipylonstil [Dipylonvasen]: Menschen-, Tier- und Pflanzendarstellungen und zusetzen geometrischer Ornamente, wie Linien, Punkte, Kreise, Drei- und Vierecke u. ä.. Anfänge des Tempelbaues gab es im 9. Jahrhundert v. Chr., etwa der Orthia-Tempel in Sparta.

■ Die griechische Kunst entfaltete sich eng im Zusammenhang mit der altgriechischen Staatsform, mit dem Stadtstaat [Polis]. Bis Mitte des 8. Jahrhunderts verlief die Kunstentwicklung im antiken Griechenland im wesentlichen unbeeinflusst von äußeren Faktoren. Erst ab ca. 750 v. Chr. öffnete sich die griechische Kunst der Außenwelt, vor allem der überlegeneren altorientalischen Kunst und Kultur. Die Darstellung von Mythologien begann in dieser Stilepoche. Durch die Berührung mit den altorientalischen Kulturen fließen Elemente der orientalischen Kunst ein: protokorinthische und korinthische Vasen, 8-7. Jahrhundert v. Chr.. dabei Verwendung von Mustern der orientalischen Teppichweberei; pflanzliche Motive wie Lotusblüten; realistische Tierdarstellungen.

■ Es folgt über 100 Jahre der orientalisierende Stil. Körperhaftigkeit und Standsicherheit der figürlichen Kleinplastik entfaltete sich. Es schließt sich dann die so genannte archaische Kunst [Archaik] an, sie brachte eine Monumentalisierung in Plastik und Architektur: lebensgroße Plastiken und Kolossalplastiken, sowie Steintempel und entsprechender plastischer Schmuck. Es folgt als Kunststil zwischen 500 und 300 v. Chr. die Klassik [Darstellung der bewegten menschlichen Figur: Ponderation]. Es treten die archaischen Kunstzentren der dorischen und ionischen Kunst zurück und machten der von Athen Platz, wo die griechische Kunst im Zeitalter des Perikles in der Hochklassik ihren Gipfelpunkt erreichte: realistische Porträtkunst, Genredarstellungen in Plastik und Malerei, reichere Ausgestaltung der Tempel, Repräsentation in der Profanarchitektur].

■ Dann folgt die Zeit des Hellenismus [300-100 v. Chr.] und der Realismus [und Klassizismus], der folgend in der römischen Reichskunst aufging und assimiliert wurde. Die griechische Kunst beeinflusste zahlreiche Randkulturen: Etrusker, Kelten, Thraker, die Orientalen bis nach Indien.