pictokon.net -> Bilder und Notizen zur verwendung von Apfelbäumen im Kleingarten:
Übrigens: innerhalb Deutschlands weist der
Apfel von allen Obstarten die weiteste Verbreitung auf, aber auch die größte
Sorten Mannigfaltigkeit mit spezieller Anpassung an einzelne Gebiete. Hierfür
sind die zahlreichen Lokalsorten [alte Apfelsorten] ein treffender Beweis.
Der Apfelbaum erreicht, auf eigener Wurzel oder auf stark wachsenden Sämling
veredelt, eine Höhe von 6 bis 10 Meter. Die Wurzeln verlaufen verhältnismäßig
flach, gehen jedoch meist erheblich über die Kronentraufe hinaus. Wegen der
flachen Wurzeln ist Rasenbewuchs unter Apfelbäumen ungünstig, weil die Gräser
bedeutende Nahrungskonkurrenten sind.
Als Flachwurzler verlangt der Apfel einen guten, genügend durchlässigen und
feuchten Boden. Bäume auf schwachwachsenden Unterlagen sind hinsichtlich der
Bodengüte und Nährstoffgehalt des Bodens anspruchsvoller als etwa auf Sämling
stehende Hochstämme auf der Streuobstwiese.
Am günstigsten ist allgemein ein mittelschwerer, lehmiger Boden mit
ausreichender Feuchtigkeit, der nicht über 1m Mächtigkeit zu haben braucht.
Flachgründige und durchlässige Sandböden sind noch brauchbar, wenn im Untergrund
günstige Feuchtigkeitsverhältnisse herrschen oder hohe Niederschläge für
ausreichende Feuchtigkeit sorgen und wenn eine gute Düngung gewährleistet ist.
Auf sehr nassen, tonigen Böden sowie bei hohem Grundwasserstand und
undurchlässigen Schichten in geringer Tiefe leiden die Bäume unter Frost, Krebs
und Spritzendürre.