■ Mit Bambus lässt sich der
Garten vielseitig gestalten. Diese Riesengräser haben die Eigenschaft, dass
sie den Garten optisch nie einengen, sondern eher größer aussehen lassen. Bambus
wirkt immer heiter - und wenn du die richtige Art gepflanzt hast, dann kannst du
im Hausgarten selber Bambustee oder Bambussprosse ernten [Phyllostachys bissetii].

■ Bambus ist ein Gras. Man sagt, aus Bambus lässt sich jeder Gebrauchsgegenstand
herstellen, der zum Leben nötig ist: Hütten, Zäune, Brücken, Wasserrohre,
Stühle, Becher und sogar Bambussägen lassen sich fertigen. Die Bambus-Pflanze
ist also ein idealer Baustoff, sie ist extrem hart und fest, dabei aber filigran
und fast schwerelos im Wind. Bambus hat also zwei Extreme in sich vereint.
■ Ziergräser Vielleicht war es dieser Kontrast, der die Philosophie des fernen
Osten angeregte – das Ying und Yang - die Philosophie der korrespondierenden
Gegensätze.
Gegensätzlichkeiten spielen im fernöstlichen Garten eine sehr wichtige Rolle. So
stellte man den Garten in China gern als idealisiertes Landschaf dar - immer im
Gegensatz einer gewissen Heiterkeit und Melancholie. Die alten Chinesen hatten
dafür eine eigentümliche Bezeichnung: man sprach vom Lachenden und vom
Bedrohlichen. Bambus wirkt am besten in der Gegensätzlichkeit von Natur und
Architektur. Kleinarchitekturen werden im Garten durch den Bambus besonders
hervorgehoben und betont ...