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Pirna Zuschendorf 13 Steinbrücke
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Teich und japanische Steinlaterne - Landschloss Zuschendorf



Pirna Zuschendorf 13 Steinbrücke

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■ Mit der Entwicklung der Teezeremonie bildete sich in Japan mit dem Teegarten ein eigenständiger Gartentyp neben den traditionellen  Gärten am Hause heraus und dieser besondere Garten war zur vollkommenen Ausführung der Teezeremonie nötig. Trittsteinwege, Steinlaternen, die Anlage von Steinwasserbecken oder besonderen Eingangspforten mit Trittsteinen wurden zu unentbehrlichen Bestandteilen des Teehausgartens. Die Steinlaternen haben dabei ihre Herkunft aus den buddhistischen Tempelgärten Japans, wo sie oft in langen Reihen als Votivgabe angeordnet sind. Sie dienen also nicht wirklich zur Beleuchtung des Gartens, da sie selten angezündet werden und haben heute meist eine dekorative Bedeutung.

■ Wie gesagt, haben die japanischen Steinlaternen haben ihren Ursprung in der Teezeremonie die Japaner, deshalb sie hier auch ein kurzer Rückblick auf dieses eigentümliche Teeritual gestattet. Der Zenpriester Murata Shuko (1422-1502), der die Besonderheiten der weltlichen Teegesellschaften am Hofe der Shogune kannte, befasste sich bald selber mit der Kunst der Teezubereitung aus der Sichtweise des Zen. Dieses kontemplative Teeritual wurde schnell weiterentwickelt, etwa von Takeno Jo-o (1512-1555). Er begründete den Stil der Zubereitung des Wabi-Tee in einer einfachen Hütte mit schlichten Teegerätschaften. Takeno Joo vereinigte die Ästhetik des Zen mit der demokratischen Lehre der Gleichheit aller. Dieser Stil wurde später von Sen Rikuyu, dem Schüler Jo-o's, bis zur Vollkommenheit entwickelt und mit dem auch die Teehütte und der Teegarten. Die Steinlaternen wurden spätestens von Sen Rikuyu, in die Symbolwelt des Gartens hineingenommen. Ihre  Herkunft haben die Steinlaternen jedoch aus den buddhistischen Tempelgärten Japans, wo sie oft in langen Reihen als Votivgaben angeordnet sind. Sie dienen nicht wirklich zur Beleuchtung, da sie nur selten angezündet werden. Die Laternen sind Schmuck und Symbol für etwas Heiliges, für ein Gefühl der Pietät oder Ähnliches. Wenn sie in der Dunkelheit erleuchtet sind, dann haben sie die Aufgabe Stimmungen zu verbreiten. Die schönsten Lichteffekte hatte man dabei wohl im Winter, wenn das Licht den liegender und fallenden Schnee reflektierte. Diese so genannten "Yukimi Gata", die Schneebetrachtungslaternen, haben extra breite und flache Dächer, damit der Schnee sich malerisch auf das dach legen kann.

■ Eine andere Form sind die steinernen Rankei-Laternen, die an besonderen Gartenplätzen aufgestellt werden, etwa an einem Teich - und zwar so, das sich Licht und Laterne im Wasser widerspiegeln. Ein interessanten Bericht von einem Gartenbesuch zeigt uns die besondere Vorgehensweise der Japaner, bei ihren Gestaltungsideen "Man trat auf die aus Bambusrohren gebildete Estrade, die so genannte Mondterrasse, gebaut für den Genus des sich im Teich spiegelnden Vollmondes. Gegenüber am Abhang im Gebüsch war eine Steinlaterne. Herr Shimomura erklärte, dass sie da stand, damit ihr Licht in solchen Mondnächten die fliegenden Leuchtinsekten anlockt, deren Lichter sich wiederum im dunklen Wasser spiegeln. Es war vollkommen still. Zeitweilig begann schon irgendwo hinten ein feines Zikadenkonzert, um es bald wieder abzubrechen. Manchmal sprang ein Fisch, und manchmal plumpste es. Es war eine Schildkröte, die auf jenen Inselchen saßen und sich kaum von den Steinen dort unterschieden ..." [Quelle, Taut, Bruno: Das japanische Haus und sein Leben. Berlin, 1997]
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