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Jerusalem Darstellung des 15. Jahrhundert
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Evangelium nach Johannes: Kapitel 11, 46-57 [Jesu Feinde beschließen seinen Tod]



[Bild: Jerusalem Darstellung des 15. Jahrhundert]

■ Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die römischen Besatzer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts. Es ist für uns besser ein Mensch sterbe für das Volk, denn dass das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern weil er desselben Jahres Hoherpriester war, so weissagte er: Denn Jesus sollte sterben für das Volk; und nicht für das Volk allein, sondern dass er auch die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zusammenbrächte.

■ Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jüngern.  


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■ Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele aus der Gegend hinauf gen Jerusalem vor Ostern, dass sie sich reinigten. Da standen sie und fragten nach Jesus und redeten miteinander im Tempel: Was dünkt euch, dass er nicht kommt auf das Fest? Es hatten aber die Hohenpriester und Pharisäer lassen ein Gebot ausgehen: so jemand wüsste, wo er wäre, dass er's anzeige, dass sie ihn griffen.
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