Angriff der Gottlosen?

9997 - Maischberger Ard 2007 Angriff der Gottlosen Vergiftet Religion die Welt mit Janosch
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Foto Thomas
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Gestern sah ich wieder mal eine interessante Fernsehtalk-Runde bei Maischberger (ARD), Thema der Sendung am Dienstag, 13. November 2007, um 23.00 Uhr: Angriff der Gottlosen: Vergiftet Religion die Welt? ... (Sendung übrigens mit hoher jurnalistischer Qualität) ...
Im Talk auch Janosch, der mit seinen Kirchen-Religionskritischen Karikaturen den Bayrischen Noch-bayerischer Ministerpräsident Edmund Stoiber, zu einem Wort-Exzess trieb. Stoiber nannte Janosch einen falschen Propheten: "Wir dürfen nicht zulassen, dass solche falschen Propheten Zugang zu unseren Kinderzimmern erlangen." Ja - bei uns in Deutschland ist wenigstens was los ;-)
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Talkrunde von Sandra Maischberger mit Janosch (Kinderbuchautor), einer Dominikaner-Ordens-Schwester Johanna, Peter Scholl-Latour (Buchautor), Horst Herrmann (Religionssoziologe), Matthias Matussek (Spiegel-Mitarbeiter) und Hans Küng (früherer Weggefährte Papst Benedikt XVI.)
Interessante Diskussionsrunde, wobei viele Kritiken keine Kritik an der Religion sind, sondern Kritiken an der katholischen Kirche, die wiederum aus den persönlichen Erlebnissen herrühren.

Ich persönlich sehe die heutige (plötzliche) moderne Kritik an der Religion von Seiten der selbsternannten neuen Atheisten oder neuen "evolutionären" Humanisten sehr gelassen. Allerdings ist von Janosch schon ein Punkt angesprochen, der kritikwürdig ist und heute allgemein in der Kirche (wenigstens in der evangelischen) wohl eher todgeschwiegen wird. Janosch hierzu: "Katholisch geboren worden zu sein, ist der größte Unfall meines Lebens" -> schon als Kind hätte ihn die Lehre von der Erbsünde verschreckt, meint er und er könne mit "Erlösung" nichts anfangen ... und wieso Menschen auf ewig in eine Hölle kommen können, das ist heute ebenfalls keinem vernünftig denkenden Menschen klar zu machen ....
dazu später mehr ...
Weil auch die Giordano Bruno Stiftung angesprochen wurde ... das ist wieder mal so ein Ding - Ziele: humanistisches Anliegen zum „friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits“ (ja wer will das nicht) ... doch letztlich ist es auch nur ein Verein der Religions- und Kirchenkritiker, die ohne ihre vermeintlichen Feinde selber gar nicht wüssten, was sie den ganzen Tag lang machen sollen ... Ich frage mich natürlich auch, wieso man sich auf Giordano Bruno (1548 bis 1600) beruft, der doch selber ein sehr religiöser Mensch gewesen ist ...

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