■ Es wird immer wieder einmal die frage gestellt, ob es nicht möglich ist
hier bei uns im mittleren Europa ein japanisches Wohnhaus zu bauen. Die
traditionellen japanischen Wohnhäuser haben je eine besondere Elleganz und
ruhige Architektur, die sich nachzuahmen lohnt.
Wenn auch die Idee gut ist, so muss man bedenken, dass diese rational und
rationell ausgeklügelten, leichten Hütten eine Anpassung an das spezielle
japansche Klima darstellen. In Japan [Tokio] sind die Sommermonate warm und
feucht, die Winter kalt und trocken.
So hat man in Japan weite Fenster und Türen konstruiert, die im Sommer Kühlung
und fußbodennah Luftzug ins Haus bringen. Auch sind die traditionellen Häuser
dort so konstruiert, dass man in ihnen auf dem Fußboden sitzt und nicht wie in
Europa auf Stühlen.
So ändern sich automatisch auch verschiedene wichtige Details und Proportionen
und wenn man sein Haus europäisch einrichtet, so ist dieser traditionelle
japanische Baustil nicht passend. Eine Alternative bietet sich an, diese
japanische Wohnkultur doch teilweise zu kopieren, wenn man es wie die Japaner
macht, die heute oft europäisch eingerichtet sind, aber einen Teil der Wohnung
traditionell japanisch gestalten. Bei uns bietet sich zuerst ein japanisches
Teehäuschen [oder ein Teeraum] im
Garten separat, am oder im Haus an.