Gartengestaltung: ein Garten am Hang
■ Hanggärten wirken nicht selten langweilig, denn am Hang sind die
langgezogenen Wege [die ja nötig sind um das Niveau nicht zu steil zu
überbrücken] immer etwas problematisch. Dem Auge erscheinen diese Wege meist
ohne Ziel und damit geht jede Spannung verloren. Deshalb sollten besonders im
Hanggarten die Wege immer auf ein Ziel zulaufen.
■ Architektonische Elemente bringen die nötige Spannung in die Gartenanlage am
Abhang. Neben Lauben und Pavillons sind möglich: Bankplätze, Brunnen,
Steinlaternen, aber auch Bildstöcke, selbst kleine Kapellen. Oder warum nicht
mal einen Passions-Kreuzweg im Garten anlegen ...
■ Eine weitere Grundregel der Gartengestaltung ist: jeder Garten sollte einen
bestimmten Zweck erfüllen. Wenn dein Garten einem bestimmten Zweck dienen soll,
dann werden dir Gestaltungsideen von ganz allein zufallen - halte dich nur immer
an den roten Faden der Zweckbestimmung. Vielleicht sin die japanischen
Felsgärten, die sehr oft Hanggärten sind deshalb bewundernswert, weil sie eben
einen klaren Zweck erfüllen. Diese Gärten sind speziell für die japanische
Teezeremonie konzipiert. Im Idealfall ist der japanische Teegarten einer rauen
Berglandschaft nachempfunden, denn diese Gärten sollen rau und düster wirken.
Die Architektur, das Menschenwerk ist demgegenüber grazil, einfach - ja beinahe
zerbrechlich gebaut. Das Teehaus muss sich in seiner Schlichtheit in die Natur
einfügen - beherrschen darf sie es nicht, denn dieser Garten symbolisiert die
Demut des Menschen gegenüber der Natur.
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