■ Spielgeräte
aus Weide belassen das Umfeld der Kinder in einer ruhigen Natürlichkeit.
Das Flechten und das Arbeiten mit Weiden ist eine alte Technik in der
Gartengestaltung, die interessant und vielseitig zugleich ist, da das verwendete
Material ein variabler Bau- und Werkstoff ist. Neben Gerätschaften des täglichen
Bedarfs werden ursprünglich vielerorts Zäune mit Erfolg aus Weiden geflochten.
■ Übrigens: ein Weidentipi aus geflochtenen Weiden (wie hier im Bild)
ist echt
praktischer, als eine Laube aus lebenden Weidenruten, weil diese mit der Zeit
derartig wuchern, dass sie durch Rückschnitt kaum noch zu bändigen sind ...
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■ Eine
weitere Alternative zum 100% Weidentipi habe ich hier im Bild. Da ist erst einmal
eine Unterkonstruktion aus Holz gebaut worden und dann hat man hier Korbweiden
drumherum gesetzt. Das finde ich viel praktischer - besonders in der
Anfangsphase hat man schon ein fertiges Tipi, das genutzt werden kann. Außerdem
könnte man das Untergestell so bauen, dass man außen klettern kann. Ein weiterer
Schritt wäre dann, eine der Weiden als Kletterbaum wachsen zu lassen.
■ Beliebt sind auch die Weidentunnel, die aus lebenden Weiden gesteckt
werden. Hier ist es ebenso, wie bei den lebenden Weidenzäunen. Solch ein
Naturkunstwerk sieht nur zwei oder drei Jahre schön aus, dann wuchert der
Tunnel oder Zaun so stakt, dass man ihn beinahe nur noch mit der Kettensäge
beikommen kann. Die Alternativen zum Weidentunnel wären dann eher noch
Hochwege [es genügt 1m] durch niedrig gehaltene Weidenbäume.
■ Aber es muss nicht immer Weide sein. Für Spielplätze ist Holz ebenso
ein geeigneter Werkstoff, schon wegen seiner angenehmen, warmen Ausstrahlung.
Wenn du im Hausgarten Spielgeräte aus Holz oder eben aus Weide aufbauen
möchtest, dann suche den Platz möglichst nahe an der Terrasse, oder dort, wo man
sich als Elternteil viel aufhält. Praktisch ist auch die bequeme Sicht, etwa aus
der Küche auf die
Garten-Spielecke.
Prinzipiell spielen Kleinkinder lieber auf Blickkontakt zu den Eltern, als
irgendwo in einer finsteren
Gartenecke.
■ Auf der Terrasse und in lauschigen
Gartenecken ist im Sommer gern kühlender Schatten gewünscht. Natürlicher, kühlender Baumschatten ist vermutlich der
besserer Schatten, als der von gespannten
Sonnensegeln oder Markisen. Wenn man für Schattenbäume oder Schattenlauben
sommergrüne Laubgehölze verwendet, hat man im Winter durch die fehlenden Blätter
reichlich Sonne am Haus. Das besondere Kleinklima unter schattigen Baumkronen
entsteht durch die Transpiration der Blätter. Ein weiterer Vorteil von grünen
Schattendächern ist der, dass Laubbäume beachtlich viel Staub schlucken.
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