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Klimawandel Schwankungen des Sauerstoffisotop 18 O, Auswertung der 1390 m tiefen Bohrung im Gletschereis vom Camp Century (60er Jahre)
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Klimawandel: Schwankungen des Sauerstoffisotop 18-O und die Interprätation der Ergebnisse um 1984!



Graphik: Die Schwankung des Sauerstoffisotops 18-O während der letzten 110.000 Jahre nach der Eisbohrung in Camp Century im Nordwesten von Grönland (nach Dansgaard, Johnsen, Moller und Langway 1969).
Nach der Auswertung der 1390m tiefen Bohrung im Gletschereis vom Camp Century (60er Jahre) wurde der Beginn der letzten Kaltzeit auf 75000 bis 70000 Jahre vor heute angesetzt. Vorher datierte man den Beginn der letzten kaltzeit auf etwa 116.000 Jahre zurück. Die warmen Zyklen zwischen den vorangegangenen Kaltzeiten schätzte man auf jeweils etwa 10000 Jahre.

Schwankungen im Holozän, Weichsel-Kaltzeit und in der Eem-Warmzeit
Quelle: Droht eine nächste Kaltzeit? Joachim Marcinek, Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin 1985


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Zeittafel: Klima und Kulturgeschichte, von der Eiszeit bis zur Gegenwart

"In der Arktis rechnet man mit einer dauernden Vereisung seit 200.000 Jahren - älteres Gletschereis tritt insgesamt auf der Erde nicht auf. "Bei der genaueren Untersuchung der "Gletschereis-Chronik" durch die dänischen Forscher zeigten sich übrigens auch zwei sich überlagernde Zyklen, die sich im Laufe von 80 und 180 Jahren wiederholen. Die erhöhte Wärme in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts wird auf das zusammentreffen der Warmphasen beider Zyklen und die damit verbundene Verstärkung zurückgeführt.
Seit 1939 ließ sich jedoch wieder eine erhebliche Abnahme des Anteils schweren Sauerstoffs (18-O)  im Gletschereis Grönlands feststellen. Auswirkungen der augenblicklichen Temperaturerniedrigungen (Text von 1985) zeigen sich besonders in einer erschwerten Befahrung der nördlichen Schifffahrtswege.
Es wäre nun zu fragen, ob die beiden entdeckten Zyklen entsprechend in die Zukunft projiziert werden können. Die unter aller Vorsicht gegebene Vorhersage lässt bis in die 80er Jahre hinein eine spürbare Abkühlung möglich erscheinen. Ihr soll anschließend (bis etwa 2015) eine wenig ausgeprägte Erwärmung erfolgen, die nicht an den Wärmehöhepunkt von 1930 heranreichen soll. Danach dürfte wieder mit einer Abkühlung zu rechnen sein. Allerdings können Einflüsse der menschlichen Gesellschaft, wie vor allem aus dem Verbrennen fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas), die Umweltverschmutzung und anderes, Änderungen bewirken. (!)"

(Bei der Verdunstung von Meerwasser aus den Ozeanen gelangt eher das leichtere H2-16-O in die Atmosphäre als das schwerere H2-18-O. In einer Warmzeit wird demzufolge mehr 18-O in der Atmosphäre gelöst und speist als Schnee den Gletscher. Je nach den allgemeinen Temperaturen der Meere ändert sich dann auch das 18-O/16-O-Verhältnis im Gletschereis.)

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