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Karte Bodennutzung Landwirtschaftliche Nutzung Mitteleuropa Deutschland um 1936
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Zeittafel: Klima und Kulturgeschichte, von der Eiszeit bis zur Gegenwart
■ Extreme Klimaschwankungen gibt es auf der Erde, solange es den Menschen gibt. Es gab Hitzeanomalien oder Kälteeinbrüche gigantischen Ausmaßes. Vor 70 bis 74.000 Jahren ereignete sich etwa ein gigantischer Vulkanausbruch auf Toba [ Sumatra]. Der Vulkan wirft an die 3.000 km³ Kubikkilometer Staubmaterial in die Atmosphäre und die Erdtemperatur wird daraufhin im "vulkanischen Winter" um 5 Grad gesenkt ! Manche Forsche meinen, der Homo sapiens wäre damals fast ausgestorben [Toba-Katastrophen-Theorie. Nach der Toba-Katastrophe danach überlebten in Afrika eine lediglich 1.000 bis 10.000 Menschen umfassende lokale Population.
■ 7500 vor Chr. begann hingegen eine extreme Wärmeperiode für die Jungsteinzeitlichen Bauern - die Jahresmitteltemperatur lag 2 bis 3 Grad über den heutigen Werten (20. Jahrhundert). um 7500 "In West- und Mitteleuropa war es mäßig feucht, in Osteuropa niederschlagsärmer. Während das Klimaoptimum in unserer bisherigen Warmzeit lag (gemeint ist der Zeitabschnitt nach der letzten Eiszeit), überzog der Eichenmischwald mit Edellaubhölzern weithin Westeuropa und Mitteleuropa. Zuvor hatten sich in einem ebenfalls sommerwarmen, aber trockneren Klimaabschnitt sehr haselreiche (Corylus avellana) Kiefern-Laubholz-Mischwälder eingefunden.
■ Ob die die Zukunft unsere derzeitigen Vermutungen einer Klimaerwährumg bestätigen? Nach der populärwissenschaftlichen Literatur der 80er Jahre ist man sich
[Droht eine nächste Kaltzeit? Joachim Marcinek, Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin 1985] könnte es auch wieder geradewegs in eine Eiszeit gehen:
■ "In der Arktis rechnet man mit einer dauernden Vereisung seit 200.000 Jahren - älteres Gletschereis tritt insgesamt auf der Erde nicht auf. "Bei der genaueren Untersuchung der "Gletschereis-Chronik" durch die dänischen Forscher zeigten sich übrigens auch zwei sich überlagernde Zyklen, die sich im Laufe von 80 und 180 Jahren wiederholen. Die erhöhte Wärme in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts wird auf das zusammentreffen der Warmphasen beider Zyklen und die damit verbundene Verstärkung zurückgeführt.
■ Seit 1939 ließ sich jedoch wieder eine erhebliche Abnahme des Anteils schweren Sauerstoffs (18-O) im Gletschereis Grönlands feststellen. Auswirkungen der augenblicklichen Temperaturerniedrigungen (Text von 1985) zeigen sich besonders in einer erschwerten Befahrung der nördlichen Schifffahrtswege.
Es wäre nun zu fragen, ob die beiden entdeckten Zyklen entsprechend in die Zukunft projiziert werden können. Die unter aller Vorsicht gegebene Vorhersage lässt bis in die 80er Jahre hinein eine spürbare Abkühlung möglich erscheinen. Ihr soll anschließend (bis etwa 2015) eine wenig ausgeprägte Erwärmung erfolgen, die nicht an den Wärmehöhepunkt von 1930 heranreichen soll. Danach dürfte wieder mit einer Abkühlung zu rechnen sein. Allerdings können Einflüsse der menschlichen Gesellschaft, wie vor allem aus dem Verbrennen fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas), die Umweltverschmutzung und anderes, Änderungen bewirken. (!)"
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