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Symbole-Lexikon
Notizen zur Thematik: Das Protoevangelium - das Erstevangelium (Der älteste Hinweis der Bibel auf Jesus Christus) Zitat aus der Bibel nach dem "Sündenfall" (Gen. 3. 14): "Da sprach Gott zu der Schlange: Weil du das getan hast, seiest du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen; der (Christus) soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen. " Dies sind die Fluchworte Gottes über die Schlange, nach dem Sündenfall. Doch verheißt der bedeutsame 15. Vers den Sieg über die Sünde. Schon die Kirchenväter betrachteten diesen Vers als "Proto-Evangelium" - die erste frohe Botschaft vom Sieg Jesus Christus über die Macht des Satan. In diesem Sinne übersetzte Martin Luther den Bibeltext, wie er oben stehend nachzulesen ist. Wörtlich heißt es in dem hebräischen Urtext: "Feindschaft setze ich zwischen dich und das Weib zwischen deinen Samen und ihren Samen Er wird dir den Kopf zermalmen Du wirst ihm die Ferse zermalmen" In neuerer Zeit änderte sich jedoch die Deutung über die Gestalt der Schlange und man sieht in ihr nicht mehr die Verkörperung des Satan. Wenn sie überhaupt die Stelle einer bösen Macht vertritt, so soll dies der Baal-Kult der Kanaaniter sein, bei welchem das Schlangensymbol nachgewiesen wurde. Die alte Bezeichnung "Protoevangelium" wurde deshalb von der modernen Theologie fallen gelassen, besonders aber auf Grund von ausführlichen Textanalysen, nach denen der bildhafte Erzählstiel auch wirklich die Schlange nur als Tier in den Sündenfall einflocht und im Stiele einer uns allen bekannten Tierfabel (die Schlange, das klügste unter den Tieren) die Natur der Sünde zu verdeutlichen. Die natürliche Feindschaft zwischen Mensch und Schlange findet in dieser "Sage" ihre einfache Erklärung. Somit übersetzte man den 15. Vers wiefolgt: "Sie werden euch den Kopf zertreten, und ihr werdet sie in die Ferse beißen." (Übersetzung: Die Gute Nachricht AT) Dieser Text ist im eigentlichen kein Widerspruch zur Lutherischen Übersetzung, denn "deine Nachkommen" und "ihre Nachkommen" können im hebräischen Text sowohl als Individuum, als auch als Kollektiv gedeutet werden - der Übergang dazu war im Denken der damaligen Zeit fließend. Warum jedoch die heutigen modernen Bibelübersetzer das Protoevangelium aus der Bibel ausradiert haben mag uns nachdenklich machen ... Betrachten wir die meditative Bildgeschichte Moses auf eine etwas andere Art: Unser Augenmerk soll dabei zuerst auf die Aufzählung der Tiere im Schöpfungsbericht gerichtet sein. Die Tiere werden hier im Vorbericht in drei Kategorien aufgezählt. Da gibt es die Tiere in der Luft, auf der Erde und unter der Erde (Gewürm): "Und Gott sprach : Lasset uns Menschen machen, ein Bild, dass uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht." Schon von Zeichnungen aus der Steinzeit ist bekannt, dass die früheren Menschen derartige Tierkategorien kannten. Oft zeichnete man Vögel, Landsäugetiere bzw. Schlangen und Fische, welche ganz profan Himmel, Erde und Unterwelt verkörpern - es waren also primitive Darstellungen des Kosmos - ähnlich auch die Bibel - nur geht es in den Berichten des in die ägyptischen und althebräischen Mysterien eingeweihten Moses nicht um den Kosmos der materiellen Welt, sondern um den Kosmos der inneren Lebenswelt des Menschen! Die Tiere stellen die guten und schlechten Neigungen des Menschen dar, welche der Mensch als Gotteskind erkennen und beherrschen soll. Den Kategorien Himmel, Erde, Unterwelt entspricht der trigonomische Aufbau des Menschen: Geist, Seele, Leib. (mit diesem Idealbild der "Krone der Schöpfung" schließt der so genannten 1. Schöpfungsbericht der Bibel) Die Geschichte von Adam und Eva geht nach dem 1. Vorbericht nochmals genauer auf die vorhin genannten Tierkategorien ein: "Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen." Aber genau hingesehen: die Tierkategorie der Unterwelt fehlt hier! Die Schlange zählte ursprünglich zu den "Tieren des Feldes", denn sie wurde zuvor erst "verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde". Als solches muss man sich sie natürlich mit Beinen vorstellen. Erst nach dem Sündenfall muss sie auf dem Bauche kriechen und verkörpert nun die entstandene Unterwelt, den Tod und die Materie. In bildhafter Weise wird hier dem Zuhörer gesagt, dass Gott "Himmel und Erde" schuf: und zwar schuf er den Menschen zuerst als ein Wesen aus Geist und Seelenleib. Das Totenreich, bzw. die Materie ist am Anfang nicht Plan der göttlichen Schöpfung. Weiter geht die Geschichte aber so, dass der Wunsch im Menschen wuchs, von seinem Schöpfer autonom zu werden. Der geistige Kern im Menschen, etwa das Gewissen (der Baum der Erkenntnis von gut und böse) sollte nach Gottes Plan zunächst nicht unter der Herrschaft des menschlichen Kopfverstandes stehen - doch Eva und Adam wollten selber bestimmen, was für sie gut und nicht förderlich ist (so wie jeder heute). So kam es zum Fall der geistigen Macht im Menschen und - Eva wurde mit Adam aus dem Paradies vertrieben. Sie wurden zu materiellen und sterblichen Menschen dieser Erde. ... das ist die Entstehung des Kosmos aus der geistigen Sicht des Hebräers Moses. Hier zum Schluss noch einmal das Proto-Evangelium zum nachlesen: (Gen. 3. 14): "Da sprach Gott zu der Schlange: Weil du das getan hast, seiest du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen; der (Christus) soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen. " Worte Jesu: "Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Sehet, ich habe euch Vollmacht gegeben zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch schaden." Luk. 10/ 18+19. --> das Proto-Evangelium und das Symbol der Schlange in der biblischen Urgeschichte >> (2) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (3) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (4) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (5) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (6) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (7) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (8) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (9) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon Dazu der Text: C a p i t e l 10. Dieses ist unser glänzender Mercur, das große Geheimnis des Allmächtigen; dieses ist unser Mond und Diana, welches zubereitet alle Krankheiten heilet; dieses ist unsere glänzende Beya, welche den Gabrizio zum Gemahl nimmt. O! großes Werck, der einfachen Natur! Dieses zeigt auch die 2te Figur. Wenn Mars mit dem Löwen vereinigt ist, ist
unser Mercur bereitet. Diesen Mercur, gebet gemeines, reines Gold mit dem harten
Mineral Wasser: nicht sehr fließend, sondern wie Butter, damit Beya und Gabrizio
sich küssen können. -- (Bildquelle und Text: Geschichte der Freimaurerei in Deutschland von Ferdinand Runkel, 1932) (10) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (11) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (12) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (13) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (14) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (15) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (16) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (17) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon (18) Recherche-Bilder-Archiv:Symbole >> Symbole Symbole-Lexikon | ||||
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