Juniperus Communis 'Hibernica' ist Irischer Säulenwacholder - früher wurde er unter dem Sortennamen 'Stricta' gehandelt

Säulenwacholder in einem Heidegarten
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Foto Thomas
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Wacholder und Säulenwacholder ist die typische Heidepflanze im Heidegarten:
Irischer Säulen-Wacholder - Juniperus communis 'Hibernica' [J. communis 'Stricta'] schön, schmal, kompakt

Schwedischer Säulenwacholder - Juniperus communis 'Suecica' schöner, individueller Wuchs
Säulenwacholder - Juniperus communis 'Sentinel' kompakt walzenförmiger Wuchs
Zwerg Säulenwacholder - Juniperus communis 'Compressa' schöne Zwergform

Virginischer Säulenwacholder - Juniperus virginiana 'Skyrocket' sehr schmal für Heidegarten vielleicht zu schmal
Säulenwacholder - Juniperus scopulorum 'Blue Arrow' auch Raketenwacholder genannt schmal, aber nicht so, wie 'Skyrocket'.

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Melancholischer Heidegarten - Steingarten?
Ich schrieb einmal: "der Heidegarten ist zuerst ein Garten des Sommers, Spätsommers und des Herbstes - und ein wenig mag hier Melancholie ein Unterthema sein." Die langen Schatten der Säulenwacholder im Herbst und ihre statischen Säulen, oder schimmernde Spinnennetze im Tau der Morgenstunden, geben dem Heidegarten tatsächlich den Hauch einer melancholischen Stimmung. Doch die Heide hat auch wieder viel an frohen Farben. Birken z.B. machen die trübe Stimmung wieder wett.

Diese optischen Stimmungsschwankungen kann der geübte Gartengestalter auch gezielt einsetzen, um damit eine Kontrastwirkung in den Garten zu bringen. Bekannter ist diese Art der Gartengestaltung bei den Chinesen, die fast immer "das Heitere" und "das Bedrohliche" in gestalterische Beziehung bringen. Du kannst dieses Prinzip übernehmen. So kommt Spannung ins Bild, die der bloßen Heidelandschaft fehlt.

Birken wirken immer freundlich. Im Bild oben ist die helle Rinde der relativ kleinen Himalaya-Birke zu sehen. Auch die blaue Farbe wirkt positiv aufs Gemüt. Blaue Kissenastern oder Caryopteris clandonensis, die Bartblume [ein kleiner im Spätsommer blühender Strauch] kann gepflanzt werden.

Beim typischen Steingarten, also beim Alpinum, kann man ähnliche Effekte erzielen. Der Alpengarten hat seine Hauptblüte im Frühjahr und mit ihr einen freundlichen Charakter. Den Kontrast des "Bedrohlichen" zum heiteren Posterstaudenbewuchs, schafft man im Steingarten vor allem durch das wilde, schroffe Gestein, durch tief geschnittene Hohlwege und die Wildheit der Natur, die sich gut mit Krüppelkiefern emotional verstärken lässt.