■ Der klassische Schwimmteich ist vor über 20 Jahren [in Österreich?]
erfunden worden. Diese Schwimm-Teiche hatten im wesentlichen den Aufbau:
Schwimmzone -> Absetzschacht -> Filterteich -> Bachlauf -> Regenerationszone
->Schwimmzone. Mittlerweile haben sich Firmen in Deutschland, Österreich und in
der Schweiz auf den Bau von Schwimmteichen spezialisiert und den Natur-Badeteich
im
Garten weiterentwickelt, bis hin
zum so genannten ''Naturpool''. Der Teich mutierte so wieder mehr zum
Swimmingpool, wobei der wesentliche Unterschied nu noch der ist, dass der
Naturpool ohne Chemikalien auskommt.
■ Beim Naturpool gibt es immer noch eine Regenerationszone, die aber oft nur
sehr sparsam mit Wasserpflanzen besetzt ist. Die Schwimmzone ist bei den
Öko-Pools fast immer ein gemauertes Becken [aus Betonelementen usw.].
Immerhin - gestalterisch sehen diese Naturpools super aus, da die
architektonische Grundform mit der natürlich wirkenden und bepflanzten
Wasserfläche einen interessanten
Kontrast bildet.
■ Da die Regenerationszone beim Naturpool wesentlich kleiner ist, als beim
klassischen Schwimmteich und das Wasser wird bei den modernen Schwimmteichen
zusätzlich durch Kiesfilter und mit anderen Techniken gereinigt. Vom
Schwimmteich bis zum Ökopool [Naturpool] gibt es viele Abstufungen, die derzeit
mit bis zu 5 Kategorien [Typen] benannt sind.
■ Die
Kategorie 1 sind Schwimmteich ohne Technik, also gebaute
Natur-Schwimmteiche wo gut die Hälfte der Wasserfläche bepflanzt ist.
■ Der
Kategorie 2 sind Schwimmteiche mit wenig Technik, also
Umwälzpumpen, die einen Wasserkreislauf entstehen lassen, wie sie oben auf
dieser Seite beschrieben sind
■ Schwimmteiche der
Kategorie 3 haben zusätzlich eine
Skimmer-Oberflächenabsaugung und meiste einen klar getrennten . Schwimm- und
Regenerationsbereich.
■ Die
Kategorie 4 ist ein Schwimmteich mit viel Technik. Der
Regenerationsbereich nimmt ca. 1/3 der Gesamtfläche ein. Es werden meist nur
wenige Pflanzen verwendet, eine spezielle Pumpe erzeugt eine
Oberflächenströmung. Über Skimmer oder eine Überlaufrinne läuft das Wasser durch
spezielle Substratfilter/Drainagesysteme.
■ Die
5. Kategorie ist letztlich der Öko-Pool, der sich nur noch durch
Pflanzflächen bis max. 20%) auszeichnet. Helophyten [schilfartige
Bepflanzung] haben aber kaum noch eine Reinigungsfunktion. Die Filterzonen
werden aus Kiessubstraten gebildet. Die Wasserreinigung funktioniert hier durch
Zeolitz, durch Mikroorganismen und durch weitere mechanische Filtrierung.
■ Was bei all diesen Schwimmteich-Typen nicht vergessen werden darf, das ist die
jährliche Wartung und deren Reinigung. Wer denkt, dass Ökoschwimmteiche oder
Naturpools und Ökopools [wie sie alle heißen] funktionierende ökologische
Systeme sind, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Auch die Vorstellung der Kunden,
dass eine Landschaftsbaufirma in irgend einer weise für spätere schlecht
Wasserqualitäten haftbar gemacht werden könne, das ist völliger Unsinn. In einem
Öko-Pool herrscht die Natur mit ihren gesetzten. Es wirken viele Faktoren, wie
Temperaturen und Wasserqualität, Regenwasserzufluss und biologische Vielfalt der
Kleinstlebewesen. So unsinnig, wie die Vorstellung, der Mensch könne messbar
Klimaveränderungen beeinflussen, so dumpf ist der Gedanke, man könne eine
Garantie auf biologische Wasserreinigung geben. Kippt das Wasser in einem
Ökopool wirklich einmal um, dann musst du es halt durch eine Notwartung - und
später durch regelmäßige Wartung in der gewünschten Qualität halten.
■ Wem der Öko-Pool zu unsicher ist, der kann ja auf die Alternative
zurückgreifen, aus das klassische Schwimmbecken im Garten, das mit gut dosierter
Chemie doch wenigstens zu Ende erfunden ist. Oder man wählt die sparsame
Variante, den
Garten Whirl-Pool ;-)