Tetsuro Yoshida, DAS JAPANISCHE WOHNHAUS Tübingen,1954

Bucheinband mit Bild von einem japansichen Zimmer mit offener Tür zum Garten
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Foto Thomas
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Die traditionelle japanische Hausarchitektur ist hier vorgestellt, Tetsuro Yoshida, DAS JAPANISCHE WOHNHAUS Tübingen,1954. In dieser Auflage ist auch der typische japanische Garten am Haus beschrieben und acht Vorlagen für japanische Steinlaternen abgebildet.
■ Es wird immer wieder einmal die Frage gestellt, ob es nicht möglich ist hier bei uns im mittleren Europa ein japanisches Wohnhaus zu bauen. Die traditionellen japanischen Wohnhäuser haben je eine besondere Elleganz und ruhige Architektur, die sich nachzuahmen lohnt.
Wenn auch die Idee gut ist, so muss man bedenken, dass diese rational und rationell ausgeklügelten, leichten Hütten eine Anpassung an das spezielle japansche Klima darstellen. In Japan [Tokio] sind die Sommermonate warm und feucht, die Winter kalt und trocken.
So hat man in Japan weite Fenster und Türen konstruiert, die im Sommer Kühlung und fußbodennah Luftzug ins Haus bringen. Auch sind die traditionellen Häuser dort so konstruiert, dass man in ihnen auf dem Fußboden sitzt und nicht wie in Europa auf Stühlen.
So ändern sich automatisch auch verschiedene wichtige Details und Proportionen und wenn man sein Haus europäisch einrichtet, so ist dieser traditionelle japanische Baustil nicht passend. Eine Alternative bietet sich an, diese japanische Wohnkultur doch teilweise zu kopieren, wenn man es wie die Japaner macht, die heute oft europäisch eingerichtet sind, aber einen Teil der Wohnung traditionell japanisch gestalten. Bei uns bietet sich zuerst ein japanisches Teehäuschen [oder ein Teeraum] im Garten separat, am oder im Haus an.