Baden-Württemberg: Gartenschau in Rechberghausen 29. Mai bis 20. September 2009

Gartenschau in Rechberghausen,  Aussichtsturm auf der Kuppe der Hungerboll
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Foto Thomas
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■ Unbestrittenes Wahrzeichen des Gartenschau Rechberghausen 09 ist der neue Aussichtsturm auf der Kuppe der Hungerboll. Durch einen Rundweg in das Gelände integriert, thront er über dem gesamten Areal und bietet den Besuchern einen fantastischen Ausblick über das Albvorland.

Ebenfalls geschickt in das Gestaltungskonzept integriert ist die Untere Mühle, in der während der Gartenschau der Treffpunkt Baden-Württemberg sowie Gastronomie untergebracht sein werden. „Die Einbindung dieses wunderschönen historischen Gebäudes, das auf der anderen Uferseite des Marbachs liegt, war uns ein besonderes Anliegen“, so Landschaftsarchitektin Eva Fischer. „Die Mühle samt Scheuer war über die Jahre hinweg kaum genutzt. Derzeit wird sie renoviert und  durch einen Weg an das Gartenschaugelände angebunden. Auch den ehemaligen Mühlkanal haben wir reaktiviert – gemäß der Tradition dieses beeindruckenden, historischen Ensembles, dessen Geschichte nun wieder für Jedermann erlebbar ist.“

Mehr Information:
Recherche Übersicht: die Gartenschau in Rechberghausen 2009
Die Gartenschau Rechberghausen 2009, vom 29. Mai bis 20. September
Zauberwald, Sommertraumsee und prachtvoller Blütenflor
www.gartenschau-rechberghausen.de

■ Die Vorfreude der Rechberghäuser auf die größte Veranstaltung, die die 5.500-Seelen-Gemeinde jemals realisiert hat, ist groß! Die baulichen Konturen sind deutlich sichtbar und auch der Werbefeldzug für die Gartenschau 2009, die vom 29. Mai bis 20. September vor den Toren Göppingens stattfindet, hat bereits begonnen. Für die vom Land Baden-Württemberg geförderte gartenbauliche Großveranstaltung hat sich Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf einiges vorgenommen: „Wir werden gemäß unseres Mottos vier Monate Sommer-Blüten-Träume anbieten und die Besucher mit einem wunderschönen Parkgelände überraschen.“

■ Obwohl das Land Baden-Württemberg diese Veranstaltungsform als „Grünprojekt“ bezeichnet, das zwischen den weithin bekannten Landesgartenschauen jeweils in den ungeraden Jahren ausgetragen wird, spricht Bürgermeister Reiner Ruf von einer „Gartenschau“, wenn er in der Öffentlichkeit mit Verve das ehrgeizige Vorhaben präsentiert. Zu Recht, denn das, was die Gemeinde derzeit realisiert, kommt einer klassischen Gartenschau sehr nahe.

■ Rund 13 Millionen Euro betragen die Kosten des Gesamtprojekts, zu dem – wie bei Gartenschauen üblich – eine Menge innerstädtische Begleitmaßnahmen gehören: Straßen, Kreuzungen, Brücken, Renaturierungsmaßnahmen. Am Ortsrand, unterhalb der „Hungerboll“, haben die Bagger ihre Arbeiten längst erledigt: Das Gartenschaugelände erstreckt sich, leicht ansteigend, bis zu einem markanten Aussichtsturm, dem „Luftikus“, der eigens für die Gartenschau erstellt worden ist und der einen wunderbaren Panoramablick ermöglicht. Wesentlich für die Erschließung des neuen Naherholungsraums an der „Hungerboll“ sind die Renaturierung des Schinderbachs, die Erschließung vorhandener Quellen, die Anlage eines Sees sowie der Umbau der sogenannten Kulturmühle.

■ Das dreieckig zulaufende Gelände unter der „Hungerboll“ bietet in der Tat alles, was Besucher von Landesgartenschauen kennen: perfekte Mustergärten, prachtvollen Blütenflor, Traumwald, üppige Stauden, eine herrlich gestaltete Parkanlage mit neu angelegtem Sommertraumsee, knapp 700 zum Teil hochkarätige Einzelveranstaltungen rund um Kunst, Kultur und Sport, tausende Blumen, Information und Beratung, Spiel und Spaß im riesigen Kinderspielbereich sowie das Projekt „Abenteuer Natur“, mit dem gut und gern auch die gesamte Schau überschrieben werden könnte. In einem eigenen Veranstaltungsbereich mit Bühne und großer Überdachung präsentiert der Südwestrundfunk vier Radio-Tage mit bekannten Stars aus dem SWR4-Programm (19. Juni, 3. Juli, 14. August und 4. September) und die SWR4-Schlagerparty am 20. Juni.

■ Natürlich fehlt auch nicht eine umfangreiche, hochwertige Gastronomie, und das „Grüne Klassenzimmer“, schon Tradition im Rahmen von Gartenschauen, lockt mit einem speziellen Programm Hunderte von Schulklassen nach Rechberghausen.

■ Selbstredend, dass auch das Land Baden-Württemberg mit seinem „Treffpunkt Baden-Württemberg“, die Landwirtschaft, Fachverbände, Landfrauen oder Umweltschutzorganisationen die Plattform Gartenschau Rechberghausen für Information und Wissenstransfer nutzen wollen. Mit dem Angebots-Mix aus Natur, Ausstellungsinhalten, Freizeitvergnügen und großem Unterhaltungsprogramm steuern die Verantwortlichen um Projektleiter Ulrich Edelmann an den 115 Gartenschautagen insgesamt rund 120.000 Besucher an. Dass dieses Ziel erreicht wird, davon ist Edelmann – der bereits für sieben Gartenschauen verantwortlich war – überzeugt: „Wir haben schließlich einiges zu bieten“.