Wassergebundene Wegedecke, Kiesweg, Aufbau, Kosten, Pflege

Terrassenbelag 20 Aus Holz Und Kies Splitt Alte BahnschwellenTerrassenbelag 07 Aus Kies Kiesbelag auf der Terrasse KiesterrasseWassergebundene Wegedecke  Tauwetter
Wassergebundene Wege bauen, Anleitung --- Bilder-Recherchen und Notizen: Wassergebundene Wegedecke, Kiesweg, Aufbau, Kosten, Pflege von sandgeschlämmten Wegen [sandgeschlämmte Wege = alte Bezeichnung], wasserergebundene Wege. Unkrautbekämpfung auf Wegen. Abflammgeräte und Herbizide ... was ist besser? Reparatur der Wege.
Wegedecke  TauwetterWassergebundene WegedeckeTerrassenplatten Verlegen
Wegebau Wegedecke AnleitungWege Anlegen 01 Gepflasterter Weg Wird VerfugtOptische Effekte
Gartenweg anlegenWege Anlegen 03 Terrassenplatten Werden VerlegtSteinbank Und Proportionen
Wege Anlegen 05 Steinbank Und ProportionenWege Anlegen 06 Alter Kiesweg Sandgeschlämmter Weg auf Einem FriedhofWege Anlegen 07 Gepflasterter Hauszugang
Wege Anlegen 08 Asphaltweg Asphaltierte HauszufahrtWege Anlegen 09 Desckschicht Wird Dünn Wassergbeundene WegedeckenSandgeschlämmter Weg
Wassergebunden Wege: Über die Herstellung dieser Wege für Friedhöfen usw. gibt es nach meinen Recherchen in Deutschland keine einheitliche Norm. Ich selber habe mir auf einem Fachvortrag Notizen zu diesem Thema gemacht, die in folgenden Notizen mit eingeflossen sind.

Ist ein alter sandgeschlämmter Weg, Kiesweg vorhanden und an verschiedenen Stellen matschig [besonders im Frühjahr], bzw. es sind Pfützen auf dem Weg, dann muss etwas getan werden. Zuerst ist aber zu klären, ob der Weg neu gebaut werden muss, oder ob man zuerst eine preiswerte Reparatur versucht. Ist ein Neubau der Wegeanlage geplant, dann sollte auch darüber nachgedacht werden, ob in stark belasteten Bereichen der Weg nicht besser gepflastert werden sollte. Ein wassergebundener weg verursacht ja auch Kosten. Diese Wege sollten unbedingt 2x im Jahr gepflegt werden.

Wassergebundene Wege, Pflege: das heißt Deckschicht ausgleichen [es sollte immer etwas Material vorrätig sein], dabei ist vorher die Umgebung der Schadstelle mit einem Eisenrechen aufzulockern [nur die dünne Deckschicht]. Der neue erdfeuchte Deck-Belag wird aufgebracht und gerade gezogen [nicht mit Rechen, sondern mit speziellen Geräten ohne Zinken, damit das material nicht entwischt wird]. Anschließend wird der Weg vorsichtig gewässert und nachher gewalzt. Das sollte im Frühjahr geschehen und bei Bedarf ein zweites mal übers Jahr. Werden die Wege mit LKW befahren, dann ist unter Umständen eine öfter pflege nötig. Doch wer macht das schon. Ich habe noch nie im Park solche Pflegearbeiten beobachten können. Durch den hohen Pflegeaufwand sagt man [bedenke nur die Unkrautbeseitigung im Sommer] dass die Kosten im Vergleich zu einem gepflasterten Weg schon nach 7 Jahren gleich sind.


[[Unkrautbekämpfung: nach meinen Erfahrungen [und ich habe schon viel Wege gehackt] ist derzeit die einzige bezahlbare Art der Unkrautbekämpfung auf wassergebundenen Wegen, die chemische [wenn sie fachgerecht erfolgt: im Winter 1x gegen auflaufende Samen, im Sommer Roundup oder Alternativen]. Jeder, der meint, dass etwa auf Friedhöfen oder Parkanlagen keine Chemie eingesetzt werden darf, der sollte mal einen freiwilligen Arbeitseinsatz in seiner Heimatkommune in entsprechenden öffentlichen Anlagen durchführen. Das sind so die typischen ökologischen Feigenblätter, wenn gesagt werden kann, dass auf den Wegen keine Herbizide zum Einsatz kommen dürfen. Dann werden alternativ irgendwelche Brenner gekauft, mit denen die Wege förmlich ausgeglüht [Abflämmen**: Hitze, statt Spritze] werden und mit dem hunderte armer kleiner Käferchen und Ameisen.] <- die beste ökologische Alternative und auf Dauer die ökonomischste Alternative, sind gepflasterte Wege, wo das wenige Unkraut mit der Motorsense mit Faden entfernt wird.]]


Wassergebunden Wege, Aufbau: Wege bestehen prinzipiell aus einer Tragschicht [Schottertragschicht] Die Tragschicht ist bei Fußwegen um 15cm stark und bei befahrenen Wegen um 20cm stark. Nach meinen Erfahrungen ist es hier besser, prinzipiell mindestens auf 20cm zu gehen, weil Gehwege, durch welche Umstände auch immer, auch von Fahrzeugen befahren werden. Das Material der Tragschicht hat eine Körnung von 0/32. Die Tragschicht ruht auf dem verdichteten Untergrund, auf dem Planum. Im Planum und auf der abgerüttelten Tragschicht muss schon die Neigung zur Entwässerung vorhanden sein. Meist wird der Weg nur in einer Richtung entwässert [oder Dachgefälle bei seitlicher Versickerung]. Um die Einläufe sollte eine Pflasterung erfolgen. Trichtergefälle sind zu vermeiden.

Auf der Tragschicht wird eine ca. 6cm starke Ausgleichsschicht mit der Körnung 0/16 aufgetragen und verdichtet. Auf diese Tragschicht kommt dann die letzte Schicht, die Deckschicht. Sie hat eine Stärke von ca. 2,5-3cm[verdichtet auf 2cm walzen] und eine Körnung von 0/8. Optimal sind Mischungen aus gebrochenen Materialien, die aus verschiedenen Steinbrüchen stammen, oder von gebrochenen Materialien, Kies und besonders von gebrochenen Kalkstein. Zum Nachbessern habe ich auch schon Edelsplitt ohne Nullanteile verwendet [etwa 2/8 oder 5/8]. Wer einen Weg mit Waschkies oder Edelsplitt anlegen möchte, der sollte trotzdem nicht auf eine Tragschicht mit Nullanteilen verzichten. Auf diese Tragschicht würde ich dann über mehrere Jahre hinweg dünne Schichten des Zierbelages aufbringen und einwalzen.

Der Deckbelag wird versichtet, indem er mit einer Walze mehrfach gewalzt wird. Zwischendurch sollte der Weg befeuchtet werden. Ist der Weg fertig, dann lässt man ihn vor der Abnahme noch 3 bis 6 Wochen ruhen, ohne dass er betreten wird ... das ist die Theorie ;-)

Zur Reparatur alter Wege ist hier kurz zu sagen, dass alte weg meist keine getrennte Tragschicht und Ausgleichsschicht aufweisen. Ist die Tragschicht beschädigt, oder ist der weg an einigen Stellen nicht ausreichend entwässert, so sollte die Tragschicht etwas aufgelockert werden [mit Bagger]. dann wird mit einer 0/32er Mischung ausgebessert und gut verdichtet. Dann folgt die Deckschicht. Dort, wo schon die alte Tragschicht durchschaut, wird mit 0/8 gearbeitet und am Ende wird der gesamte Weg mit 2/8 Körnung dünn überzogen, was in den kommenden 2 Jahren wiederholt werden sollte. Praktisch ist es, dafür das Material vorrätig einzulagern. Der Splitt oder Kies kann ja auch bestens für den Winterdienst eingesetzt werden!