Private BilderdatenbankRecherche von 1 bis 18 Bilder, Impressionen und Gedankenbilder von der Insel Hiddensee
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Bilder-Recherchen und Notizen: Bilder, Impressionen und Gedankenbilder von der Insel Hiddensee
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(1) Gret Palucca Schule Dresden 11 Portraitmaske Margarethe Palucca um 1926 Georg Kolbe 1877
(2) Gret Palucca Schule Dresden 13 Hochschule Für Tanz
(3) Ankommen - endlich fern des alltäglichen Trubels, der Termine, des Lärms auf den Straßen und der Häuser.
Schon die Überfahrt mit der Fähre bringt Ruhe und schafft Distance. Ca. eine dreiviertel Stunde Fahrt... die frische Luft atmen, die Weite spüren...still werden.
(4) Endlich, die Insel empfängt mich mit mildem Sonnenschein, mitten im März.
Es ist still, kein Auto fährt hier, keine Werbefläche drängt sich mir auf.
Nur mein Herzschlag und der Wind...und das Schlagen der Wellen.
(5) Hier steht die Zeit scheinbar still.
Endlich komme ich zu mir.
Was ist mein Sein?
Was ist mein Ziel?
Handy und Radio bleiben aus -
langsam beginne ich wieder
nur mich selbst zu hören.
(6) Morgensonne -
mitten in der Heide stehend,
lasse ich meinen Blick schweifen.
Im Hintergrund sieht man den Dornbusch.
Er trägt in sich die Wasserreserven der Insel.
Weit laufe ich, ohne jemanden zu begegnen. Ich breite meine Arme aus und atme tief die frische Luft.
Komm Wind,
blase kräftig alles Verbrauchte aus mir heraus!
(7) Leise Zwiesprache halten mit dem Meer.
Liebevoll küsst es mir die Schuhe,
so als ob es mir sagen wollte,
nimmst du mich wahr als Ganzes?
Ich stehe und staune,
es ist als ob ich Gott gerade begegne.
(8) Klar ist heute das Wasser der Ostsee.
Und doch ist es, je weiter ich versuche zu schauen, undurchsichtbar.
Ist nicht auch so mein Inneres?
Das Innere möchte langsam erschlossen sein.
Dazu benötige ich Zeit und Mut.
So wie beim Meer,
habe ich nur eine Ahnung,
was auf dem Grund sein könnte.
(9) Noch ist die Heide im Winterschlaf,
gezeichnet vom Frost liegt sie braun, scheinbar tod.
Viele Wege durchziehen sie,
finden immer wieder an der einzigen Inselstraße oder am Meer zusammen.
Viele der Häuschen in der Heide warten auf Leben.
Sie kommen mir vor, wie kleine Ankerplätze im Fluß der Zeit.
Wo ist mein Ankerplatz?
(10) Der Morgen ist still. Die Sonne lässt den Morgenreif glitzern und entlockt der Natur ein einmaliges Farbenspiel.
Immer wieder halte ich im Laufen inne. Wann lasse ich mir in meinem Alltag Zeit, die kleinen Dinge zu bewundern? Wo getatte ich mir den Moment der Andacht?
(11) Für S.
Zweisam sein -
hier mit dir, liebste Freundin.
Wir können über alles sprechen -
aber auch schweigen.
Das sind die besonders tiefen Momente des Glücks.
(12) Erstarrt stehen die vertrockneten Rispen und rascheln leise im Wind.
Noch ist das Frühlingserwachen nur zu ahnen.
(13) Insel Hiddensee 101 Gret Palucca Haus
(14) Gestern stand es noch hier...
über Nacht zusammen geschoben.
Tatsachen geschaffen -
Geschichte ausgelöscht.
(15) Gestern tobte der Sturm übers Meer.
Er peitschte die Wellen meterhoch,
ließ den Strand verschinden in gichtigen Wellen.
Heute ist alles still und klar.
Ist nicht auch so unser Dasein?
Manchmal benötige ich schon einen heftigen Sturm, um zur Klarheit zu kommen.
(16) Wie wird mein Weg weiter gehen?
Welche Ziele habe ich?
So gerade, wie diesen Strandweg nach Kloster, erwarte ich meinen Weg nicht.
Aber ich wünschte mir,
dass es manchmal auch so klare, gerade Wege gäbe,
in meinem Leben.
Je mehr ich mich kennen lerne,
um so leichter wird es mir gelingen,
solche Wege zu gehen.
(17) Vergänglich ist alles Leben.
Was bleibt, ist die Erinnerung.
(18) Viele kleine Steine künden von Besuchen und dem Gedenken an eine große Frau und Künstlerin.