Private BilderdatenbankRecherche von 1 bis 14 Morgendliche Gedanken-Bilder für 7 Tage: Behutsamkeit
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Bilder-Recherchen und Notizen: Morgendliche Gedanken-Bilder für 7 Tage: Behutsamkeit
Gedanken und Notizen für jeden Tag:
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(1)
von der Behutsamkeit
■ Aufsteigen, scheinbar schwerelos, den Blick auf die Dinge verändern. In der Höhe verliert vieles seine "Gewichtigkeit".
■ Im Heißluftballon fahren heißt auch: Vertrauen haben, in den Wind, das Wetter und den Ballonfahrer.
■ Es ist wie ein Fallen lassen in eine andere Hand - ein Paradigmenwechsel.
■ Wenn das nur immer so unproblematisch ginge.
(2)
■ Heute möchte ich behutsam sein. Was ist eigentlich Behutsamkeit? Im Wörterbuch finde ich als Sinn: sorgsam und vorsichtig.
Behutsam sein mit mir und meiner Zeit. Behutsam mit meinen Worten und Gedanken. Ich habe mir heute frei genommen, auch vom alltäglichen Trott. Heute verfüge ich selbst und allein über meine Zeit.
■ Der Morgen lag bleiern und schwer über der Stadt. Kein Wind regte sich und die Sonne hat es bis nach dem Mittag nicht geschafft, den Nebel zu durchbrechen.
Trotzdem bin ich losgegangen, mitten in der Stadt ein Friedhof. Seine Türen stehen weit offen. Kaum bin ich eingetreten, umschließt mich sein Frieden. Über 300 Jahre ist er alt und viele steinerne Zeugen erzählen aus vergangenen Zeiten. Immer wieder finden sich Schmetterlinge auf den Grabdenkmälern in den Stein gehauen. Sie erzählen von der Verwandlung – dem Werden und Vergehen in schönen Bilden.
■ Besonders beeindruckt stehe ich später vor einem riesigen Segelschiff aus Sandstein gehauen, ein 3-Master mit geblähten Segeln. Die Verwitterung der Jahrhunderte hat es gezeichnet. Am liebsten möchte ich es berühren, so kraftvoll und lebendig wirkt es auf mich.
■ Nachdenklich laufe ich nach Hause. Haben die Menschen vor 300 Jahren anders gelebt? Waren sie sorgsamer – lebten sie intensiver? Später treffe ich mich mit einer Freundin. Sie hat vor kurzem einen wichtigen Menschen verloren. Welche Worte schenken ihr wirklich Trost? Ich werde still und höre ihr zu und versuche mich in sie hineinzufühlen. Langsam löst sich ihre Anspannung.
■ Sicht Zeit schenken, dem Anderen zuhören – so sorgsam mit allem umgehen, wie man es sich selber wünscht… nachdenklich gehe ich weiter.
(3)
von der Behutsamkeit
■ Es ist grau, ich friere. Die Menschen um mich herum hasten vorbei. Nur die Kinder schauen erwartungsvoll einem Jeden ins Gesicht. Eins lacht, zeigt nach oben... nun sehe ich es auch.
■ In aller Kälte und allem Grau leuchtet über mir unbeirrt ein Engel. Er lässt mich lächeln. Plötzlich ist es heller um mich herum. Behutsam öffne ich in mir eine Tür und lasse den Advent einziehen.
(4)
von der Behutsamkeit
■ Kein Vogel singt mehr. Nirgends ein grünes Blatt,welches von der Hoffnung auf das Neue erzählt - ich bin allein. Du bist gegangen, wir haben den Kampf gegen die Krankheit verloren. Nichts ist mehr, wie es war. Aber ich lebe noch!
■ Was kommt nach dem Horizont? Mit kleinen Schritten beginne ich mich zu bewegen, vorsichtig, wie auf Eis. Und ich spüre dich sagen: Hab Geduld, alles wird gut.
(5)
von der Behutsamkeit
■ Ich will dich füllen mit Hoffnung und Liebe, mit Klarheit und Güte und dem Geheimnis der tiefen Verbundenheit zwischen Himmel und Erde.
■ Wann hast du das letzte Mal einen Samen in die Erde gelegt und ihn gehegt und gepflegt, bis zum Erblühen? Vielleicht ist heute dafür ein guter Tag?
(6)
von der Behutsamkeit
■ Lauschen - in mich hinein oder in die Ferne lauschen. Lauschen, vielleicht auf den Wind und warten, dass die Sonne scheint. Lauschen, dass heißt auch sich Zeit nehmen für alles was kommt.
■ Kannst du dir heute 5 Minuten Zeit nehmen für dich? Zieh das Telefon raus, Radio und Fernseher bleiben aus... lege dich auf den Boden und versuche einmal alles loszulassen. Was erspürst du?
(7)
von der Behutsamkeit
■ Mutig - wider des letzten Schnees und der Kälte nachts - reckt sich das Pflänzchen dem Licht und der Wärme der Sonne entgegen. Und ich? Schaffe ich es heute auch einmal mutig zu sein? Wie könnte das aussehen?
■ Vielleicht einmal bei der einsamen Nachbarin klingeln und sie auf einen Kaffee einladen? Oder der Kollegin sagen, dass es mich stört, wenn sie immer so viel von sich spricht. Vielleicht einfach einmal nur ich selbst sein?! Aber wer bin ich denn wirklich?
Wie ich das Pflänzchen beneide, wie es sicher und unbeirrt dem Licht entgegen wächst. Es hat mich nachdenklich gemacht. Heute werde ich einfach einmal versuchen nach meinem Gefühl zu handeln und zu leben...heute!
■ Vielleicht reicht der Mut ja noch nicht für eine Kaffeeeinladung.
Vielleicht kannst du ja auch erst einmal nur deinen Gefühlen einen Namen geben - die dir so an diesem Tag begegnen.
(8)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Panzerhäute ablegen, Masken fallen lassen... sein wie man fühlt und ist. Kann ich das im Alltag auf der Arbeit? Was geschieht dann? Bin ich damit verletzbarer? Wenden sich dann alle ab, weil sie mich plötzlich sehen mit meinen Zweifeln oder meiner Unsicherheit?
■ Es kostet mich so viel Kraft immer "professionell" und "taff" zu sein.
■ Heute: Hast du schon einmal versucht entgegen aller nichtgeschriebener Gesetze auf Arbeit dich zu bewegen? Vielleicht ist es heute einfach mal ein Blümchen für die Kollegin oder den Kollegen, die du eigentlich schätzt ohne es je ausgesprochen zu haben aus Angst mißverstanden zu werden?
(9)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Loslassen können, alle Ängste, alle Sorgen - so wie Menschen, die in den Heißluftballon einsteigen und dem Ballonfahrer vertrauen, den sie oft noch nie vorher kennen gelernt haben. Warum gelingt uns das bei näheren Menschen viel seltener als bei Fremden? Oder hast du darüber noch nie nachgedacht?
■ Wir steigen in den Bus oder das Flugzeug ein, in die Eisenbahn oder das Schiff...im Vertrauen auf den Menschen der es lenkt.
■ Vertrauen - Lust es auszuprobieren? Übertrage eine Aufgabe an deinen Mitarbeiter oder dein Kind im Vertrauen darauf, dass er/es sie lösen wird. Vielleicht nicht mit deiner Lösung, deinem Weg... und beide Seiten werden wachsen in ihrer Beziehung.
(10)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Eigentlich fällt mir zu diesem Photo auf den ersten Gedanken nichts ein zum Thema Behutsamkeit. Vielleicht der Gedanke bei meinen Schritten und Wegen achsamer zu sein auch mal über den eigenen Sichtkreis hinweg zu schauen?
■ Ist es nicht überraschend, in all dem Grau und Gedränge so freundlich behütet zu werden?!
■ Heute:
Einfach mal auf dem alltäglichen Weg stehen bleiben und die Augen schweifen lassen? Was kannst du entdecken?
(11)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Einladend liegt die Allee vor mir. Ihre Zweige scheinen miteinander verwoben zu sein. Doch sehe ich genauer hin, hat jeder Zweig allein für sich Raum, um sich zu entwickeln. Andererseits bilden alle gemeinsam diesen Raum, der irgendwie auch Geborgenheit vermittelt.
■ Ist es nicht auch ein Stück weit so mit uns Menschen? Kann ich meinem Gegenüber den Raum geben, den er braucht, um sich zu entwicklen? Und wäre ich allein in der Lage, so eine beeindruckende Wirkung von Vollkommenheit zu entfalten?
■ Dem Anderen Raum gegen ... dem neuen Kollegen, der alles so anders macht und einen anderen Rhythmus hat. Ich werde in den kommenden Tagen mich immer wieder daran erinnern und meine Werte versuchen bei Seite zu legen.
(12)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Reflektionen - das Licht der Sonne durchbricht die Oberfläche des Wassers in der Schale. Völlig neue Dimensionen, Farben und Bilder entstehen. Ich schließe meine Augen und berühre sanft die Blüten, das Wasser und den kühlen Rand der Schale ...
■ nur mit sanfter Behutsamkeit, Zeit und Stille beginne ich alles in mir aufzunehmen.
■ Heute: Geschieht etwas, wenn ich etwas in meiner Umwelt verändere? Z.B. einen Blumenstrauß auf den sonst grauen Schreibtisch stellen - oder eine Kerze. Hast du Lust es auszuprobieren?
(13)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Rufen oder in die Ferne sehen ... es könnte auch Erschrecken sein. Viele Nuancen gibt es, die von der Plastik ausgedrückt werden könnte. Wie schnell füllen wir was wir sehen mit unseren Erfahrungen und damit verbundenen Bewertungen.
■ Was, wenn ich mich dir ohne diese Dinge nähere? Sanft und sensibel dich entdecke, so weit, wie du mich lässt?
■ Heute: Bewertungen - wir sind damit aufgewachsen, der Nachbar grüßt nicht - bestimmt ist er arrogant oder überheblich. Später erfahre ich durch Zufall, dass er eine Augenerkrankung hat und nicht mehr gut sehen kann. Plötzlich verändert sich mein Bild. Heute einmal überprüfen, wie weit es nicht doch Bewertungen sind, die ich meinem Gegenüber in mir trage?!
(14)
den Arbeitsalltag durchdenken
■ Aufbruch - in den nächsten Frühling, die nächste neue Erfahrung, einen neuen Lebensabschnitt. Mit kleinen feinen Schritten wachsen - das möchte ich!
■ Heute: Ich sammle aus den alltäglichen Begegnungen mit den Menschen meinen Mut, meine Kraft. Auch wenn ich eine Zeit resigniert war und alles stillzustehen schien, dem folgt immer etwas Neues. Doch zuerst muss ich daran glauben mit meinen Gedanken und Gefühlen es schon vorher spüren.