Private BilderdatenbankRecherche von 1 bis 11 Pilze sammeln: Anfänger
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(1) Boletus edulis, Steinpilz | (2) Cantharellus cibarius, Pfifferling | (3) Lactaria deliciosa, Echter Reizker | (4) Leccinum aurantiacum, Rotkappe | (5) Xerocomus badius, Maronenpilz | (6) Suillus luteus, Butterpilz |
Pilze Bestimmung (www.derkleinegarten.de)
Bilder-Recherchen und Notizen: Pilze sammeln: Anfänger, die bekanntesten Waldpilze
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(7) Pleurotus ostreatus, Austerneitling | (8) Amanita rubescens, Perlpilz | (9) Armillaria borealis, Hallimasch | (10) Pholiota mutabilis, Stockschwämmchen | (11) Agaricus campester, Feldchampignon | |
Bitte beachten Sie, alle Infobeiträge über Pilze und
deren Genießbarkeit dienen ausschließlich der allgemeinen Weiterbildung und der
Darstellung alter Literatur. Es können Fehler bei der Kategorisierung als Gift-
oder Speisepilz vorkommen.
(1) Der Steinpilz ist einer der Edelsten des ganzen Pilzgeschlechts. Ist er
jung, so erscheint sein Stiel so dick oder noch dicker als der Hut; dieser ist
anfangs kugelig, und sein Rand schließt sich eng an den Stiel an. Später wird
der Hut halbkugelig und schließlich flach gewölbt, wobei sich mitunter der Rand
aufwärts umschlägt.
Er hat einen Durchmesser von 10 bis 20, bei abnorm großen Exemplaren sogar bis
40 cm. Er ist dunkelbraun bis schwarzbraun, seltner purpur- oder gelbbraun; die
Hüte ganz junger Pilze sind weißlich, steingrau oder graubraun.
Die Oberfläche des Hutes ist kahl, matt, oft runzlig, trocken, bei feuchtem
Wetter aber klebrig. Das dicke Fleisch ist fest, weiß und behält beim Zerbrechen
unveränderlich seine Farbe. Unter der Oberhaut ist es mitunter etwas rötlich.
Bei älteren Exemplaren wird es weich und bekommt einen schwach rotbräunlichen
Ton. Die 1 bis 3 cm langen Röhren sind anfangs weiß, später gelblich und im
Alter grüngelb. Sie stehen ziemlich abgesondert vom Stiele und lassen sich
leicht vom Fleische trennen. Die Mündungen sind zuerst sehr fein, kaum
bemerkbar, später erweitern sie sich.
Das Sporenpulver ist olivbraun oder braungelb. Der festfleischige, volle Stiel
zeigt sich sehr veränderlich. Anfangs erscheint er fast kugelig; hierauf wird er
knollig oder keulenförmig; zuletzt streckt er sich und wird walzig. Er ist
weißlich, grau- oder weißbraun und nicht selten mit einem mehr oder weniger
deutlichen, feinen, weißgrauen Adernetz versehen, das im Alter häufig
verschwindet. Oft ist er jung faustdick und erreicht später bei einer Länge von
8 bis 15 cm, selten bis 30 cm, eine Dicke von 4 bis 6, ja selbst bis 9 cm.
Der Steinpilz hat einen angenehmen Geruch und milden Geschmack. Man findet ihn
häufig in Nadel- und Laubwäldern, besonders an Waldwegen, auf Lichtungen und in
älteren Schonungen. Oft erscheint er schon im Mai oder Juni und wächst bis
Oktober.
(2) Cantharellus cibarius, Pfifferling - ein wohlschmeckender Speise- und Gewürzpilz - unentbehrlich für Rouladensoßen :-)
Der Pfifferling ist einer der bekanntesten, häufigsten und am meisten
beliebtesten Speisepilze. Der schöne Pilz wird leicht an seiner lebhaft dotter-,
rot- oder hellgelben Färbung erkannt. Der Hut ist anfangs gewölbt, sein Rand
eingerollt; später breitet er sich aus und vertieft sich in der Mitte.
Der Rand erscheint dann wellig, unregelmäßig lappig oder buchtig und kraus. der
Hut wird 3 bis 8, bei großen Exemplaren sogar bis 12 cm breit. Das weiße oder
weißgelbe Fleisch ist fest und lässt sich in Längsfasern zerteilen.
Der volle glatte Stiel verdickt sich nach oben und geht allmählich in der Hut
über. Er ist kahl, festfleischig, nach unten verjüngt, wie der Hut in
Längsfasern spaltbar und 3 bis 6 cm hoch, sowie 0,5 bis 1,5 cm dick. Er wächst
von von Juni bis in den November hinein. Er ist in Nadel- und Laubwäldern zu
finden.
Quelle: Pilze der Heimat I von E. Gramberg
(3) Lactaria deliciosa, Echter Reizker, auch Blutreizker ... vielleicht nicht so sehr bekannt ... aber leicht zu bestimmen, wegen des roten Saftes, der beim Anschneiden heraustropft. Bester Pilzgeschmack!
Der Blutreizker wächst im Wald meist im Gras an Wegrändern.
(4) Leccinum aurantiacum, Rotkappe, Rothäupchen ... ähnlich wie der Birkenpilz ist die Rotkappe leicht durch den schwarz geschipperten Stiel zu ekennen ... schmeckt aber besser, als der Birkenpilz (mit grauer Kappe).
(5) Xerocomus badius, Maronenpilz, Marone, Maroner ... wohl einer der bekanntesten Waldpilze ... super Geschmack ... oft sind die dunklen Pilzkappen im halbdunkel des Waldes erst zu entdecken, wenn sich das Auge etwas dran gewöhnt hat ...
(6) Suillus luteus, der Butterpilz. Im Wald nicht so häufig wie der Maronenpilz, doch für den Laien sicher zu bestimmen. Der Pilz ist ohne Frage eßbar, obwohl er für wenige Menschen auch unverträglich sein kann.
(7) Pleurotus ostreatus, der Austerneitling (Drehling) ist auch als Kulturpilz bekannt und fast der einzige Speisepilz im Spätherbst und Winter.
(8) Amanita rubescens, Perlpilz (Rötlicher Wulstling, Golmotte) ein Pilz, den ich schon als Vorschulkind gesammelt habe. Er schmeckt besonders gut in Mischpilz-gerichten zusammen mit dem Steinpilz, Maronenpilz und Pfifferling.
Der Pilz könnte leicht mit den giftigen Knollenblätterpilzen verwechselt werden. Doch wächste der Perlpilz nicht aus einer Knolle heraus - er riecht angenehm nach Waldpiz und was das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist: die Krämpe (Manschette) am Siel ist geriffelt (bei den giftigen Blätterpilzen sind die Krämpen glatt). Der Hutrand ist nicht gerieft.
Ein sicheres Zeichen für den Perlpilz ist auch die rötliche Färbung der Kappe, wenn man die Pilzhaut abgezogen hat. Beim Pantherpilz ist die Kappe unter der Haut weiß bis grauweiß gefärbt.
(9) Armillaria borealis, Hallimasch. Sicher nicht mit außergewöhnlichem Geschmack, doch im Spätsommer und Herbst an absterbenden Hölzern leicht zu finden. Pilzgerichte sollten gut 20 min gedünstet werden, weil der Hallimasch etwas zäh ist.
Der hallimasch könnte leicht mit dem sparrigen Schüppling verwendet werden, doch dieser ist nicht giftig, sondern er schmeckt einfach nicht gut ... (rettichartiger Geschmack)
(10) Pholiota mutabilis, Stockschwämmchen (auch Stubbling, Stockpilz). Der Pilz ist sehr schamckhaft. Das Stockschwämmchen könnte mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf verwechselt werden. Dieser hat aber einen seh bitteren Geschmack und sein Geruch ist rettigartig. Die Blätter unterdem Hut sind anfangs schwefelgelb, dann graurün und im Alter dunkel.
Das Stockschwämmchen riecht dagegen angenehm und die Blätter sind blaßbräunlich ... und: sie laufen etwas am Stiel herab!
(11) Agaricus campester (Psalliota campestris), Feldchampignon ... bekannter Pilz, der auf Wiesen und Weiden (Pferdekoppeln) wächst.
Giftig ist der Agaricus placomyces var. melagris. Dieser Perlhuhnchampignon (Feinschuppiger Giftengerling) und hat einen schwarz geschipperten Hut. Ähnlich, wie der Karbolchampignon (Agaricus xanthodermus) riechen diese giftigen Formen stark nach Karbol. Das Fruchtfleisch am Stiel (besonders unten an der Knolle) wird bei beiden Giftpilzen nach dem Anschneiden oder bei Druck gelblich ...