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Gold -> Symbolik und Wirkung im Raum

Mit der Wirkung von Kunst in dunklen Räumen hat sich sich der Japaner Jun' Ichiro Tanizaki beschäftigt:
Lob des Schatten aus dem Jahre 1933 (deutsch: Entwurf einer japanischen Ästhetik Zürich 1987).

Jun' Ichiro Tanizaki kritisiert darin die Inflation des "zuviel an Licht" in den Lebensbereichen der Menschen.

So hatte für ihn etwa Gold in der Gestaltung von Innenräumen eine besondere Bewandtnis.
Goldes hatte früher eine wichtige Lichtwirkung in lichtarmen Räumen - wir kennen dies etwa aus
den Kirchen mit den vergoldeten Altären und Kerzenlicht, wobei die ursprüngliche Wirkung heute meist durch elektrisches Licht (Punktstrahler) zerstört ist.

"Die Bewohner der dunklen Häuser in früheren Zeiten ließen sich wohl nicht nur von der wundervollen Farbe des Goldes bezaubern, sondern kannten gleichzeitig seinen praktischen Nutzen.

Denn in den lichtarmen Innenräumen hatte es ohne Zweifel auch die Aufgabe des Reflektors ... um die Helligkeit zu erhöhen.

Wenn das zutrifft, liegt der Grund für die ungemeine Wertschätzung des Goldes auf der Hand: Während nämlich der Glanz von Silber und andern Metallen bald verblasst, bewahrt es das Gold sehr lange und seine Leuchtkraft mildert so die Düsternis eines Innenraums." Textauszüge gehen unten weiter:

"Hier und da macht man die Entdeckung, dass der Goldstaub, der eben noch einen gleichsam schlummernden, gedämpften Widerschein hervorgebracht hat, beim Zurseitetreten wie Feuer aufflammt ...

Hier erst wird mir ganz deutlich, warum die Alten ihre Buddhastatuen oder die Wände in den Wohnräumen der Vornehmen vergoldet haben."
Jun' Ichiro Tanizaki