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Pilz-Lexikon (Pilze, Bestimmung) ---
Pilze sammeln: Tipps für Anfänger
--- Recherche-Ordner: Bilder-Recherchen für Pilze, Pilzbestimmung. Pilze sammeln für Anfänger. Das grundlegende Mateial sind vorerst die Bilder von E.Gramberg, aus einem der schönsten alten Pilzbücher der Jahrhundertwende ... Pilzbuch Bildermaterial
07/2007
Online Pilzbuch
Pilze Bestimmung -> auf derkleinegarten.de
Bitte beachten Sie, alle Infobeiträge über Pilze und
deren Genießbarkeit dienen ausschließlich der allgemeinen Weiterbildung und der
Darstellung alter Literatur. Es können Fehler bei der Kategorisierung als Gift-
oder Speisepilz vorkommen.
(1) Albatrellus Ovinus Schafeuter
(2) Amanita Citrina Porphyria Virosa Gemmata Phalloides Knollenblätterpilze Giftig
(3) Amanita Excelsia Raür Wulstling Und Pantherpilz
(4) Dieser Pilz gehört nebst dem grünen und dem Frühlings-Knollenblätterpilz zu
den weitaus gefährlichsten aller Giftpilze.
Er bricht wie ein Fliegenpilz als Eiförmige Knolle aus dem Waldboden hervor und
ist von einer weißen, äußeren Hüllhaut umschlossen. Der mit mehligen Warzen und
Hautflocken besetzte Hut ist noch wenig von dem ihn an Dicke übertreffenden,
knolligen Stiele abgesetzt. nachdem dieser sich gestreckt hat, wird der Hut
kugelig glockig oder fast kegelförmig und schließt flach; er erreicht eine
breite von 5 bis 9 cm.
Der Pilzhut ist gelblich, gelbgrünlich oder weißgelb, oft mit dunkler Mitte. Er
ist meist mit weißlichen oder gelblichen, leicht abwaschbaren Warzen und Fetzen
der äußern Hülle bedeckt, die jedoch vom Regen abgewaschen sein können!
Jung und bei feuchtem Wetter ist der Hut klebrig - trocken ist er seidenglänzend.
Die dünne Oberhaut lässt sich leicht abziehen. das weiche, dünne Fleisch sieht
weiß aus. Die dichtgereihten weißen Lamellen-Blätter stehen frei; sie setzen
sich völlig gleichmäßig, förmlich wie abgeschnitten, an den Stiel an.
Der gelbliche Knollenblätterpilz riecht unangenehm, ähnlich wie die Triebe
überwinterter Kartoffeln, der giftige Pilz schmeckt jedoch mild - also ist er in
einem Pilzgericht nicht zu schmecken!
Im Sommer und herbst ist der gelbe Knollenblätterpilz häufig und oft in Trupps
in Laub-, Nadelwäldern und Gebüschen anzutreffen.
Dieser Pilz wirkt bei genuß meist tödlich!
Verwechslungsmöglichkeiten: Jung ist dieser Knollenblätterpilz dem
Schaf-Champignon [Psalliota avarensis] sehr ähnlich, der an dem selben Standort
wächst. Ebenso leicht zu verwechseln ist er mit dem Feld-Champignon [Psalliota
campestris].
(5) Fliegenpilz, Amanita muscari: der bekannte Fliegenpilz, der zu den schönsten Zierden unserer Wälder gehört, hat einen leuchtend scharlachroten oder feuerroten, zuweilen auch gelbroten Hut, der eine breite von 8 bis 20 cm erreicht.
Geruch und Geschmack sind angenehm, der Nachgeschmack etwas widerlich. Der schöne Pilz wächst im Sommer und Herbst gemein in lichten Wäldern, besonders in Nadelwäldern, in Birkenwäldchen, Gebüschen, auf Heiden und geht im Hochgebirge bis zur Baumgrenze empor.
Der Fliegenpilz ist schon seit dem Altertum allgemein als Giftpilz bekannt. Es sind früher mehrfach schwere, aber sehr selten tödliche Vergiftungen durch ihn festgestellt worden, doch ist der Fliegenpilz weit weniger gefährlich, als seine Verwandten, die Knollenblätterpilze.
(6) Amanita Pantheriana Pantherpilz Giftig
(7) Amanita phalloides, Grüner Knollenblätterpilz Sehr Giftig! Auch Giftgrünling ...
Grüner Knollenblätterpilz, Amanita phalloides
Der Hut dieser größeren Knollenblätterpilz-Art ist olivgrün, geht aber auch ins
Grau-, Gelb-, oder Braungrüne über, er ist dunkler gestrichelt und in der Mitte
meist dunkler gefärbt als am Rande; er wird 6 - 12 cm breit. Die abziehbare
Oberhaut erscheint nur bei jungen Exemplaren mit fetzen der weißen, äußeren
Hüllhaut bekleidet, die den Pilz in der Jugend ganz umschloss.
Dieser Knollenblätterpilz hat keine Warzen und wird bald völlig kahl. Sie ist
bei feuchtem Wetter klebrig; trocken wird sie matt oder etwas glänzend und
feinfasrig.
Die weißen, freistehenden Blätter sind oft schwach grünlich. Ihr Ansatz am Stiel
ist gleichmäßig angeordnet.
Der weiße biegsame Stiel ist meist mit blassgrünen Flecken oder flockigen
Schüppchen versehen und trägt am Grunde eine dauerhafte, weit abstehende,
weißhäutige Wulstscheide, die die dicke Knolle umkleidet und auch an älteren
Pilzen gewöhnlich noch deutlich zu sehen ist.
Oben, über dem zarthäutigen, weißen Ring ist der Stiel wie bei allen
Amanita-Arten fein eingedrückt liniiert; er wird 6 bis 12 cm hoch und ist im
Alter oben hohl.
Der Geruch ist schwach süßlich und erinnert gar nicht an den des gelblichen
Knollenblätterpilzes; der Geschmack ist unbedeutend.
Dieser Knollenblätterpilz wächst vorwiegend in Laubwäldern und Gebüschen, in
denen er nicht selten im Sommer und Herbst zu finden ist. Seltener kommt er in
gemischten und Nadelwäldern vor. Er findet sich dort am Rande der Gehölze und
verschwindet schon Ende September.
Der grüne Knollenblätterpilz ist wohl ebenso giftig, wie der gelbliche und wie
der Frühlings-Knollenblätterpilz. Er ist jedoch weniger gefährlich, da wegen
seiner grünlichen Farbe Verwechslungen mit Champignons kaum vorkommen.
(8) Amanita rubescens, Perlpilz (Rötlicher Wulstling, Golmotte) ein Pilz, den ich schon als Vorschulkind gesammelt habe. Er schmeckt besonders gut in Mischpilz-gerichten zusammen mit dem Steinpilz, Maronenpilz und Pfifferling.
Der Pilz könnte leicht mit den giftigen Knollenblätterpilzen verwechselt werden. Doch wächste der Perlpilz nicht aus einer Knolle heraus - er riecht angenehm nach Waldpiz und was das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist: die Krämpe (Manschette) am Siel ist geriffelt (bei den giftigen Blätterpilzen sind die Krämpen glatt). Der Hutrand ist nicht gerieft.
Ein sicheres Zeichen für den Perlpilz ist auch die rötliche Färbung der Kappe, wenn man die Pilzhaut abgezogen hat. Beim Pantherpilz ist die Kappe unter der Haut weiß bis grauweiß gefärbt.
(9) Amantopsis vaginata, Scheidenpilz - ähnlich dem Amanita fulva, Fuchsiger Streifling
(10) Armillaria borealis, Hallimasch. Sicher nicht mit außergewöhnlichem Geschmack, doch im Spätsommer und Herbst an absterbenden Hölzern leicht zu finden. Pilzgerichte sollten gut 20 min gedünstet werden, weil der Hallimasch etwas zäh ist.
Der hallimasch könnte leicht mit dem sparrigen Schüppling verwendet werden, doch dieser ist nicht giftig, sondern er schmeckt einfach nicht gut ... (rettichartiger Geschmack)
(11) Piptoporus betulinus, Birkenporling - nur eine Art - kein Speisepilz, häufig an Birken, einjährig
(12) Der Steinpilz ist einer der Edelsten des ganzen Pilzgeschlechts. Ist er
jung, so erscheint sein Stiel so dick oder noch dicker als der Hut; dieser ist
anfangs kugelig, und sein Rand schließt sich eng an den Stiel an. Später wird
der Hut halbkugelig und schließlich flach gewölbt, wobei sich mitunter der Rand
aufwärts umschlägt.
Er hat einen Durchmesser von 10 bis 20, bei abnorm großen Exemplaren sogar bis
40 cm. Er ist dunkelbraun bis schwarzbraun, seltner purpur- oder gelbbraun; die
Hüte ganz junger Pilze sind weißlich, steingrau oder graubraun.
Die Oberfläche des Hutes ist kahl, matt, oft runzlig, trocken, bei feuchtem
Wetter aber klebrig. Das dicke Fleisch ist fest, weiß und behält beim Zerbrechen
unveränderlich seine Farbe. Unter der Oberhaut ist es mitunter etwas rötlich.
Bei älteren Exemplaren wird es weich und bekommt einen schwach rotbräunlichen
Ton. Die 1 bis 3 cm langen Röhren sind anfangs weiß, später gelblich und im
Alter grüngelb. Sie stehen ziemlich abgesondert vom Stiele und lassen sich
leicht vom Fleische trennen. Die Mündungen sind zuerst sehr fein, kaum
bemerkbar, später erweitern sie sich.
Das Sporenpulver ist olivbraun oder braungelb. Der festfleischige, volle Stiel
zeigt sich sehr veränderlich. Anfangs erscheint er fast kugelig; hierauf wird er
knollig oder keulenförmig; zuletzt streckt er sich und wird walzig. Er ist
weißlich, grau- oder weißbraun und nicht selten mit einem mehr oder weniger
deutlichen, feinen, weißgrauen Adernetz versehen, das im Alter häufig
verschwindet. Oft ist er jung faustdick und erreicht später bei einer Länge von
8 bis 15 cm, selten bis 30 cm, eine Dicke von 4 bis 6, ja selbst bis 9 cm.
Der Steinpilz hat einen angenehmen Geruch und milden Geschmack. Man findet ihn
häufig in Nadel- und Laubwäldern, besonders an Waldwegen, auf Lichtungen und in
älteren Schonungen. Oft erscheint er schon im Mai oder Juni und wächst bis
Oktober.
(13) Boletus Luridus Hexenpilz
(14) Boletus Pachypus Bitterpilz
(15) Satanspilz (giftig!!!), Boletus satanas
Der schön gefärbte, stattliche Satanspilz, dessen unheimlich klingender Name auf seine Giftwirkung hinweist, hat der Form nach Ähnlichkeit mit dem Steinpilz und Hexenpilz. sein dickfleischiger Hut ist grauweiß, Tongrau oder hell lederfarbengrünlich bis bräunlich und ist anfangs halbkugelig, späterhin polsterartig gewölbt.
Er ist bei feuchtem Wetter etwas schmierig, kahl oder sehr feinfilzig, oft würfligrissig, matt und wird 10 - 20cm breit. Das Fleisch ist weiß oder mattweiß; es wird beim durchschneiden meist bläulich und erreicht eine dicke von 2 - 4 cm.
Die Röhren schließen sich nicht dem Stiele an; sie sind eng, blassgelb, ihre Mündungen blutrot, ziegel- oder orange. Durch Druck werden sie blau; sie lösen sich leicht vom Fleische los. Der Stiel ist rosa bis blutrot, dunkel- oder purpurrot, oben mehr oder weniger lebhaft gelb. Die Oberfläche ist meist zart netzartig; doch sind die Adern auch bisweilen undeutlich oder fehlen. der Stiel ist jung dickbauchig, später keulenförmig, fast so dick als lang, nämlich 4 -7 cm dick, 6 - 8 cm lang.
Der Geruch ist angenehm, der Geschmack mild und nussähnlich. Er wächst vom Juli bis September in Laubwälder, namentlich im Vorgebirge, sowie in Gebüschen oder Garten; er liebt kalkhaltigen Boden. In den meisten Gegenden Deutschlands scheint er selten zu sein oder fehlt gänzlich. Der Satanspilz ist sehr giftig!!! Der Satanspilz ist mit dem Hexenpilz verwandt - von ihm unterscheidet er sich vor allem durch seine grau-weiße Kappe, das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
(16) Bovista Nigrescens Eierbovist
(17) Hyphopoloma fasciculare, Büschliger Schwefelkopf, Büscheliger Schwefelkopf, er schmeckt bitter und ist ungenießbar, gilt früher als nicht giftig, da keine Vergiftungsfälle bekannt waren [Gramberg] - heute aber als Giftpilz eingestuft!
Hut bis 6cm, Farbe manchmalauch mehr ins bräunliche, als wie hier im Bild zu sehen. Hut. hellschwefelgelg, aber in der Mitte rötlichbraun... Blätter in der Jugend schwefelgelb, später mit grünlichem Schimmer ... später graugrün, dann dungkel schmutzig olivpurpur ...
Stiel rostrot gefasert ... sicheres Erkennungsmerkmal des Pilzes: sehr bitterer Geschmack ...
(18) Calocera Viscosa Klebrigerhörnling
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